DeNOₓ-Technologie
neu gedacht.

Selektive chemisch induzierte Denitrifikation (SCID) verbindet die Einfachheit der SNCR mit einer deutlich höheren Entstickungsleistung auf SCR-Niveau. Vollständig im Rauchgas wirksam und ohne Feststoffkatalysator.

SCID macht DeNOₓ-Reduktion dort möglich, wo klassische Verfahren an Grenzen stoßen – wir prüfen die Eignung Ihrer Anlage im Pilotbetrieb.

  • Verdopplung der NOₓ-Minderung
  • Halbierung des NH₃-Einsatzes
  • Kein Feststoffkatalysator erforderlich
  • Schnelle, anlagenspezifische Umsetzung

DIE GRENZEN ETABLIERTER SYSTEME 

Kommt Ihnen eines
dieser Themen bekannt vor?

NEUE DENOX DENKMUSTER

Ihre Perspektive, 
mein Antrieb.

Wie SNCR in der Bedienung.
Wie SCR in der Performance.

Pilotprojekt starten, Vorteile erleben

Für Betreiber, die vorausdenken: Zum ersten Mal seit Jahrzehnten die Chance, nicht nur kurzfristig zu optimieren, sondern aktiv gesetzliche Spielräume zu nutzen
um im Kernprozess möglichst flexibel zu bleiben.

01

Gesonderter regulatorischer Rahmen für Zukunftstechnologien

Im Rahmen eines SCID-Pilotprojekts erfolgt die behördliche Bewertung unter Berücksichtigung des Innovations- und Erprobungscharakters. Die Neuartigkeit der Technologie allein führt nicht zu einer Ablehnung, sondern ermöglicht einen sachlich begleiteten Genehmigungsprozess mit erweitertem Handlungsspielraum.

02

Deutlich erweiterter Umsetzungs- und Erprobungszeitraum

Bis 1. Juli 2026 ist die Directive 2010/75/EU in nationales Recht umzusetzen. Darin ist ein erweiterter Erprobungszeitraum von bis zu 30 Monaten für Zukunftstechnologien vorgesehen. Zusätzlich sind behördliche Ausnahmegenehmigungen möglich, um den Pilotbetrieb praxisnah, sicher und ohne unnötigen Umrüstungsdruck durchzuführen.

03

Förderfähige Zukunftstechnologie mit langfristigem Nutzen

SCID erfüllt die Voraussetzungen einer förderfähigen Zukunftstechnologie. Die im Rahmen des Pilotprojekts installierte Technik ist keine temporäre Lösung, sondern kann als dauerhafte Festinstallation weiterbetrieben und in das Anlagenkonzept integriert werden. Damit rücken Umrüstungskosten am Kessel in ein anders Licht.

ÜBER DAS NEUE DENOX VERFAHREN

SELEKTIVE CHEMISCH INDUZIERTE DENITRIFIKATION

Die selektive chemisch induzierte Denitrifikation (SCID) ist das Ergebnis langjähriger praktischer Erfahrung in der industriellen Entstickung und wissenschaftlich fundierten Auseinandersetzung mit den zugrunde liegenden Reaktionsmechanismen und der Reaktionskinetik im Rauchgas.

SCID ist ein neu entwickeltes DeNOx-Verfahren zur wirksamen Reduktion von Stickoxiden (NOₓ) in industriellen Feuerungsanlagen. Die Technologie arbeitet vollständig im Rauchgas, kommt ohne Feststoffkatalysator aus und lässt sich direkt in bestehende Anlagen integrieren – zum Beispiel in Zementöfen, Müllverbrennungsanlagen oder Biomassefeuerungen.

Das Verfahren verbindet die einfache Integration der SNCR mit einer deutlich höheren Entstickungsleistung, wie man sie bislang nur aus katalytischen Systemen kennt. Im Gegensatz zu klassischen Verfahren wird Ammoniak bei SCID nicht rein thermisch, sondern gezielt chemisch aktiviert. Dadurch ist eine effektive NOₓ-Minderung bereits im mittleren Temperaturbereich von etwa 600–780 °C möglich. 

Die Aktivierung erfolgt durch die gemeinsame Eindüsung von Ammoniak und einem anlagenspezifisch abgestimmten Additiv. Dieses bildet im Prozess einen temporären gasförmigen Katalysator, der Ammoniak reaktiv macht und eine selektive Umsetzung von NOₓ zu Stickstoff und Wasser ermöglicht. Nach der Reaktion zerfällt der Katalysator vollständig – es verbleiben keine Rückstände im System.

SCID nutzt zudem vorhandenes Restammoniak im Rauchgas, reduziert Ammoniakschlupf und verbessert so die Gesamtleistung der Abgasreinigung.

Want to see the invisible?

WIR GLAUBEN NUR WAS WIR SEHEN...

Das Reaktionsprinzip

Die Unterschiede von DeNOx Systemen

Proof of Concept

Erste Rückmeldungen: Was Betreiber wirklich sagen

In einer großtechnischen Demonstration an einem Zementofen mit mobiler SCID-Einheit wurde die Leistungsfähigkeit im Vergleich zur bestehenden SNCR deutlich bestätigt:

„Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass SCID mit dem ganzen Staub so gut klarkommt. Wenn man ‚Gas-Phasen-Katalysator‘ hört, denkt man ja sofort: Oh je, das wird kompliziert. Aber tatsächlich hat der Staub die Entstickung sogar unterstützt – das war eine echte Überraschung.“

„Am Anfang war ich echt unsicher, ob das in der Praxis so läuft, wie’s auf dem Papier aussieht. Aber schon nach weniger als drei Minuten war der SCID-Effekt sichtbar. Als ich die Messergebnisse gesehen hab, dachte ich nur: Wow, das funktioniert wirklich.“

Wie Startet das SCID Pilotprojekt?

Ein transparenter Ablauf – von der ersten Einordnung bis zur Entscheidungsgrundlage.

Erstgespräch

Einordnung Ihrer Problemstellung und grundsätzliche Bewertung, ob SCID für Ihre Anlage in Frage kommt. (kostenfrei)

Technische Vorprüfung

Bewertung auf Basis von Anlagendaten und Skizzen. Allgemeine technische Einordnung – keine Machbarkeitsstudie. (kostenfrei)

Machbarkeitsstudie

Vor-Ort-Begehung, SCID-Berechnungen, Bewertung der Applikationsstelle sowie Abschätzung von Verbrauchs- und Investitionskosten. (beauftragt)

Entscheidung & weitere Schritte

Auf Basis der Machbarkeitsstudie entscheiden Sie über das weitere Vorgehen.

Wo andere an Grenzen stoßen, fängt meine Arbeit an.

Ich bin Karin Koglbauer

Ich bin Unternehmensberaterin für technische Innovationen und industrielle Nachhaltigkeit. Und die Entwicklerin von SCID. Seit über einem Jahrzehnt beschäftige ich mich mit NOₓ-Reduktion im realen Anlagenbetrieb: dort, wo Temperaturen schwanken, Prozesse dynamisch sind und klassische Systeme an ihre Grenzen kommen.

Mit einem Wirtschaftsstudium an der FH Wien und einem MBA-Programm für Innovations- und Produktmanagement an der LIMAK Linz stieg ich quer in den Industrieanlagenbau ein. Dort begann die intensive Auseinandersetzung mit den betrieblichen Grenzen der SNCR und den chemisch-thermischen Mechanismen des NOₓ-Abbaus. Aus dieser Arbeit entstand Schritt für Schritt ein neuer Ansatz – die selektive chemisch induzierte Denitrifikation (SCID).

SCID ist keine Laboridee, sondern das Ergebnis konsequenter Praxisarbeit. Eine Technologie, die DeNOx weiterdenkt, Chemie gezielt nutzt und 2024 erfolgreich im großindustriellen Maßstab validiert wurde. Mit DyCarnica unterstütze ich Unternehmen, die Emissionen reduzieren und gleichzeitig Prozessstabilität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit im Blick behalten wollen – technisch sauber, wirtschaftlich belastbar und ohne unnötige Komplexität.

Mein Anspruch: NOₓ-Reduktion, die wirkt. Mit Lösungen, die langfristig Bestand haben.

Ich beantworte Ihre Fragen

SCID wurde für industrielle Verbrennungsprozesse entwickelt und ist grundsätzlich in allen Branchen einsetzbar, in denen NOₓ-Emissionen im Rauchgas entstehen. Entscheidend ist dabei der Einsatz eines anlagenspezifisch abgestimmten Additivs, das auf Rauchgaszusammensetzung, Prozessführung und Anlagenkonfiguration ausgelegt wird.

Typische Anwendungsbereiche sind unter anderem:

  • Biomassefeuerungen

  • Haus- und Sondermüllverbrennungsanlagen

  • Zement- und Kalkindustrie

  • Energie- und Kraftwerksanlagen

  • Industrieöfen und thermische Prozesse

Die konkrete Eignung wird im Rahmen einer Machbarkeitsstudie anlagenspezifisch geprüft.

 

SCID wird nicht als geschlossene Systemlösung vergeben, sondern projektbezogen umgesetzt.

Der Anlagenbau selbst erfolgt durch vom Betreiber ausgewählte und beauftragte Industrie-, Kessel- oder Anlagenbaupartner. Dadurch bleiben Sie flexibel in der Lieferantenauswahl und können bestehende Rahmenverträge, Präferenzen oder interne Standards berücksichtigen.

DyCarnica stellt sicher, dass

  • das SCID-Konzept korrekt in die bestehende oder neue Anlage integriert wird,

  • alle beteiligten Gewerke technisch abgestimmt sind und

  • die Umsetzung den Anforderungen des Pilot- bzw. Genehmigungsrahmens entspricht.

Das SCID-Additiv wird im Rahmen von Pilotprojekten über ein spezialisiertes Partnerunternehmen bereitgestellt und anlagenspezifisch ausgelegt. Auswahl, Einsatz und Optimierung erfolgen in enger Abstimmung mit DyCarnica.

DyCarnica begleitet SCID-Projekte als Unternehmensberatung im Rahmen eines ECPM-Ansatzes (Engineering, Construction & Procurement Management). Der Anlagenbau sowie die Beschaffung der technischen Komponenten erfolgen durch den Auftraggeber selbst bzw. über von ihm beauftragte Lieferanten. 

Die Leistungen von DyCarnica werden projektbezogen, modular und phasenweise erbracht. Die Beauftragung erfolgt in klar abgegrenzten Projektphasen zu festen Preisen. Jede Phase liefert definierte, prüffähige Ergebnisse und kann nach ihrem Abschluss ohne Folgeverpflichtung beendet werden. Dadurch wird eine hohe Kalkulierbarkeit, Transparenz und vergaberechtskonforme Steuerbarkeit des Projekts sichergestellt.

Die Machbarkeitsstudie inklusive Vor-Ort-Einschätzung bildet in der Regel die erste Projektphase und wird zu einem Festpreis von 22.500 EUR zzgl. Reisekostenpauschale angeboten.

Die Investitionskosten einer SCID-Neuanlage bewegen sich typischerweise in einer vergleichbaren Größenordnung zu klassischen SNCR-Lösungen. Bei Retrofit-Projekten sind die Kosten abhängig von der bestehenden Anlagenkonfiguration sowie von eventuell erforderlichen Anpassungen am Kessel und den Nebenaggregaten.

Das SCID-Additiv wird im Rahmen eines Pilotprojekts über ein Partnerunternehmen bezogen und anlagenspezifisch abgestimmt. Eine wirtschaftliche Bewertung dieses Kostenfaktors ist Bestandteil der Machbarkeitsstudie.

Erste Versuche im industriellen Maßstab zeigen, dass alkalischer Staub die SCID-Entstickungsreaktion nicht hemmt, sondern die katalytische Wirkung des Additivs sogar unterstützen kann.

 

Ja. Die Kombination von SCID mit einer bestehenden oder geplanten SCR-Anlage kann je nach Anlagenkonfiguration deutliche Vorteile bieten. Durch die vorgelagerte NOₓ-Reduktion mittels SCID lässt sich die NOₓ-Last am SCR gezielt senken.

Dadurch ergeben sich unter anderem folgende Effekte:

  • Erhöhung der möglichen Produktions- bzw. Fahrleistung,
  • Reduzierung oder kleinere Auslegung der erforderlichen Katalysatorflächen,
  • verlängerte Standzeiten und Schonung bestehender Katalysatoren.

Ob und in welchem Umfang diese Effekte realisierbar sind, hängt von der jeweiligen Anlage ab und wird im Rahmen der Machbarkeitsbetrachtung anlagenspezifisch bewertet.

Nein, SCID wurde bislang noch nicht als dauerhafte Vollinstallation realisiert. 

SCID ist aktuell im TRL 6 einzuordnen (Technologie-Rediness-Level).

Das zugrunde liegende Reaktionsprinzip wurde im großindustriellen Maßstab unter realitätsnahen Betriebsbedingungen mit mobilen SCID-Einheiten erfolgreich demonstriert. Funktionalität, Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit konnten dabei validiert werden.

Der Schritt zu TRL 7 – also der Einsatz als stationäres System im operativen Dauerbetrieb – ist Gegenstand der laufenden und geplanten Pilotprojekte. Eine vollumfängliche kommerzielle Anwendung (TRL 8–9) ist erst nach Abschluss dieser Phase vorgesehen.

Grundsätzlich kann SCID – wie jedes Entstickungssystem – bei der Planung von Neuanlagen optimal ausgelegt und integriert werden. In der aktuellen Pilotphase ist eine vollständige Umsetzung von SCID in einer sehr frühen Planungs- oder Realisierungsphase jedoch mit erhöhten Risiken verbunden.

Sinnvoll ist es daher, bereits bei der Auslegung des Kessels und der Rauchgasführung die aus der Pilotphase gewonnenen Erkenntnisse zu berücksichtigen. So lassen sich konstruktive Voraussetzungen schaffen, die eine spätere Umstellung auf SCID technisch einfach und wirtschaftlich effizient ermöglichen, ohne heutige Planungsentscheidungen unnötig zu verengen.

Damit bleibt die Neuanlage zukunftsfähig und flexibel, während regulatorische und technologische Entwicklungen gezielt abgewartet werden können.

Für alle,
die Umsetzung wollen.

Wenn Sie bis hierher durchgeklickt haben und noch immer nicht überzeugt sind, schreiben Sie mir gerne eine E-Mail, welche Frage für Sie noch offen ist.

innovation@dy-carnica.com

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